19.10.2026
Am 24. September 2026 fand im Rathaus Rheinfelden (Baden) ein grenzüberschreitender Vernetzungsworkshop zum Biotopverbund am Hochrhein statt. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Fachbehörden und Institutionen aus Deutschland und der Schweiz haben wir von HHP bestehende Aktivitäten, Herausforderungen und Möglichkeiten zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Biotopvernetzung diskutiert.
Dabei wurde deutlich, dass auf beiden Seiten des Rheins bereits umfangreiche fachliche Grundlagen und Planungen vorliegen und zahlreiche Maßnahmen zur ökologischen Vernetzung umgesetzt werden. Gleichzeitig bestehen weiterhin Herausforderungen, insbesondere bei der grenzüberschreitenden Abstimmung, der Anschlussfähigkeit wichtiger Wildtierkorridore und der Verfügbarkeit geeigneter Flächen.
Im Rahmen des Workshops wurden acht gemeinsame Handlungsfelder abgeleitet und priorisiert. Im Mittelpunkt standen dabei die zeitnahe Initiierung konkreter grenzüberschreitender Projekte, die Stärkung des Bewusstseins für die besondere Bedeutung der verbliebenen Landschaftskorridore sowie die Verstetigung des grenzüberschreitenden Fachaustauschs. Für die Umsetzung wurden bereits verschiedene räumliche Anknüpfungspunkte identifiziert, beispielsweise im Raum Möhlin–Wallbach/Schwörstadt sowie entlang des Rheins.
Die Ergebnisse des von HHP moderierten Workshops bildeten eine wichtige Diskussionsgrundlage für die 2. Hochrheinkonferenz am 15. Oktober 2026, die ebenfalls in Rheinfelden stattfand. Im Mittelpunkt der Konferenz stand die grenzüberschreitende Biotopvernetzung, insbesondere im Zusammenhang mit großen Infrastrukturvorhaben. Wir durften die fachliche Einführung in das Thema übernehmen und die Ergebnisse des Workshops in Form eines Thesenpapiers vorstellen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurden anschließend mögliche nächste Schritte für die weitere Zusammenarbeit diskutiert.
Beide Veranstaltungen haben gezeigt, dass die fachlichen Grundlagen für den grenzüberschreitenden Biotopverbund bereits in großem Umfang vorhanden sind. Entscheidend ist nun, die bestehenden Aktivitäten stärker miteinander zu verknüpfen, wichtige Landschaftskorridore langfristig zu sichern und konkrete gemeinsame Projekte voranzubringen.
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für den konstruktiven Austausch und die zahlreichen wertvollen Beiträge!
Ansprechpartnerinnen: Lena Riedl
