Landschaftspark Bodensee-Oberschwaben

Auftraggeber
Kooperationsraum Bodensee-Oberschwaben

Projektzeitraum
2000 - 2004

Projektpartner
Kooperationsraum Bodensee-Oberschwaben

Fläche
465 qkm

Bearbeitet durch
Hage, Galandi, Rabus, und andere

Schwerpunkte:

  • Entwicklung des „Landschaftsparks Bodensee-Oberschwaben“ für den Verdichtungsraum Ravensburg-Weingarten – Friedrichshafen
     
  • Inhaltliche Erarbeitung und Aufbereitung der Schritte Raumanalyse, Stärken-Schwächen-Analyse, Entwicklungskonzept und Umsetzung unter weitgehender Mitwirkung der Öffentlichkeit, der Politik und eines Expertengremiums
  • Entwicklung von Umsetzungsvorschlägen zu Organisation, Marketing, Kommunikation und Kooperationsformen der zukünftigen, angestrebten Entwicklung des Landschaftsparks
  • Gestaltung und Moderation von vielfältigen Veranstaltungen der Öffentlichkeits- und Politikbeteiligung wie Regionalforen, Workshops, Arbeitsgruppen, Fahrradexkursionen; Beteiligung von 1500 Personen
  • Leitung und Organisation des Regionalentwicklungsprozesses
     
  • 1. Preis Wettbewerb „Regionen der Zukunft“; verliehen im Juli 2000 im Rahmen der Weltkonferenz zur "Zukunft der Städte URBAN 21"

Der Landschaftspark als regionales Entwicklungskonzept: Der Verdichtungsraum Friedrichshafen-Ravensburg-Weingarten ist ein Raum mit einer anhaltenden dynamischen Entwicklung; die Nutzungsintensität ist ausgesprochen hoch, sodass bei den Wirtschaftsunternehmen der Wunsch zu einer Verbesserung der weichen Standortfaktoren aufkam.

Das Konzept wurde zusammen mit der Bevölkerung und den kommunalen Verwaltungen der 13 Kommunen entwickelt. Durch seinen kommunikativen Ansatz und die Projektorientierung wurden die planerischen Aspekte zu einem Regionalmanagement ausgeweitet. Der planerische Ansatz wird hinsichtlich der inhaltlichen Breite (z.B. Kunst, Kultur, Wirtschaft, Gastronomie), der Beteiligung der Akteure (z.B. Forum Landschaftspark), der Projektorientierung der Maßnahmen (z.B. Schussenentwicklung, Kulinarien) erweitert. Besonderes Augenmerk wurde auf Möglichkeiten einer direkten Umsetzung von Maßnahmen gelegt.

Analyse: Die vielfältigen Ergebnisse der zusammen mit der Bevölkerung erarbeiteten Analyse haben immer wieder zu „Aha-Erlebnissen“ geführt. Stadtplaner und Bürgermeister haben hierfür die Stärken und Schwächen des Raumes erarbeitet. Ein interdisziplinär zusammengesetztes Expertengremium „Forum Landschaftspark“ hat ein Leitbild für den Landschaftspark mit vier Schwerpunktthemen erarbeitet:

  • Flußauenentwicklung der Schussen, als Hauptader des Landschaftsparks
  • ‚Drumlin-Land‘ – Landwirtschaft und Erholung im Verdichtungsraum
  • Naherholung und Wege
  • Waldentwicklung im Landschaftspark

Das Konzept - Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung: Mit einem umfassenden planerischen Set wird ein Blick in die Zukunft und die Möglichkeiten einer Umsetzung aufgezeigt. Die Entwicklungsvorstellungen stellen die wichtigsten Punkte für eine nachhaltige Entwicklung heraus, wobei sie das Machbare aufzeigen und nicht Unerreichbares fordern. Das Entwicklungskonzept stellt eine Leitorientierung für die Umsetzung dar und besteht aus einem übergeordneten Rahmen, der Leitlinien für eine nachhaltige räumliche Entwicklung aufzeigt, Aussagen zu Wirtschaft und Arbeit trifft, die zukünftige regionale raumplanerische Struktur skizziert und auch Vorschläge zu Organisation, Marketing, Kommunikation und Zusammenarbeit unterbreitet. Dieser Rahmen stellt das Gerüst für die zukünftige Raumentwicklung dar, in dem sich der ‚Umsetzungsbaukasten‘ mit Maßnahmen, Projekten, Aktionen einbinden und natürlich auch messen lassen muss.

Die Akteure werden in die Lage versetzt, in ihrem Verantwortungsbereich zu einer nachhaltigen Ausrichtung und Gestaltung der Raumentwicklung zu gelangen. Das Gesamtkonzept definiert die räumlichen und inhaltlichen Handlungsschwerpunkte und ist damit der übergeordnete Rahmen für den Umsetzungsbaukasten. Hiermit ist es auch Vorlage für die im Rahmen der Regional- und Bauleitplanung zu treffenden Festlegungen.

Die Chancen einer geordneten nachhaltigen Entwicklung: Mit einem zweieinhalb Jahre dauernden Planungsprozess wurde der Landschaftspark konzeptionell entwickelt, einzelne Maßnahmen wurden direkt umgesetzt. Die politische Lenkungsgruppe hat den Projektverlauf reflektiert und eine Weiterführung beschlossen.