Biosphärengebiet Schwäbische Alb

UNESCO Antrag

Auftraggeber
Ministerium Ländlicher Raum Baden-Württemberg

Projektzeitraum
2007 - 2008

Projektpartner
Ministerium Ländlicher Raum Baden-Württemberg

Fläche
853 qkm

Bearbeitet durch
Hage, Bachmann, Galandi, Hoppenstedt, Mall-Eder, Rabus

Schwerpunkte:

  • Erarbeitung und Unterstützung des UNESCO Biospärenreservatantrags Schwäbische Alb
     
  • Gestaltung, Organisation und Fachmoderation von Sitzungen der Steuerungsgruppe
  • Unterstützung des Regierungspräsidiums bei der Antragserstellung
  • Erarbeitung Biosphäre Reserve Nomination Form
  • Entwicklung des Antrags unter Einbeziehung der regionalen Akteure
  • Vorbereitung, Moderation und Durchführung von Workshops und Veranstaltungen
  • Durchführung vielfältiger Abstimmungsprozesse von der ministeriellen Ebene bis zu den Kommunen und regionalen Akteuren
     
  • Besonderheit der Antragserarbeitung war das zielorientierte Zusammenspiel von Regierungspräsidium und den externen Beratern HHP und Futour sowie der Einbezug der regionalen Akteure

Biosphärenreservate sind national wie international bedeutsame Regionen, in denen das Miteinander von Mensch und Natur beispielhaft bewahrt und gefördert wird. Sie dienen dazu, gewachsene Kulturlandschaften zu schützen und behutsam zu entwickeln. Damit erfüllen die Biosphärenreservate drei wichtige Funktionen:

  • Naturschutz - Beitrag zum Schutz von Kulturlandschaften, Ökosystemen, Arten und Biodiversität
  • Entwicklung – ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung fördern, die sozio-kulturell und ökologisch nachhaltig ist
  • Bildung und Forschung - Vermittlung von Kenntnissen über die Wechselwirkungen von wirtschaftlicher Nutzung und der Entwicklung natürlicher Lebensräume.

UNESCO Antrag Biosphärengebiet Schwäbische Alb: Baden-Württemberg plante 2007 ein Biosphärengebiet im Bereich der Mittleren Schwäbischen Alb rund um den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen. 28 Kommunen in den drei Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Esslingen und Reutlingen erklärten sich bereit, Flächen in das Gebiet einzubringen.

Eine UNESCO-Zertifizierung bietet in folgenden Bereichen Vorteile für die Region:

  • Teilhabe am Weltnetz der Biosphärenreservate und dem damit verbundenen Wissenstransfer
  • Erhaltung und Verbesserung der Natur- und Umweltsituation
  • Stärkung der Region in ihrer nationalen und internationalen Bedeutung
  • Verbesserung des Beliebtheits- und Bekanntheitsgrades der Region
  • Positive Auswirkungen für einen nachhaltigen Tourismus
  • Verbesserte Wettbewerbsfähigkeit bei der Erschließung internationaler und nationaler Fördermöglichkeiten
  • Sicherung einer nachhaltigen Regionalentwicklung

 

Fachliche Unterstützung und Erstellung UNESCO Antrag: Für eine Anerkennung als Biosphärengebiet durch die UNESCO ist ein Antrag mit Darlegung der verbindlichen Kriterien der BIOSPHERE RESERVE NOMINATION FORM vorzulegen. Das Regierungspräsidium Tübingen hat die Entwicklung des Biosphärengebiets und das Anerkennungsverfahren als UNESCO Biosphärenreservat federführend geleitet. HHP und FUTOUR haben die Entwicklung des Gebiets, der Organisationsstruktur und die Erarbeitung des Antrags maßgeblich unterstützt.

Der Entwicklungsprozess wurde durch ein Startteam des Regierungspräsidiums begleitet, mit dem die verschiedenen Aufgaben Hand in Hand angegangen wurden. Ein Teilaspekt war hierbei auch die Überführung des Startteams in eine eigenständige Biosphärengeschäftsstelle. Die Entwicklung des Biosphärengebiets und der UNESCO Antrag wurde durch eine Lenkungsgruppe, ein Expertengremium und durch verschiedene Arbeitsgruppen zu den unterschiedlichen Handlungsfeldern unterstützt. HHP und FUTOUR haben Sitzungen und Treffen dieser Gremien inhaltlich vorbereitet, moderiert und ausgewertet. Am Ende dieses Prozesses stand die Ausarbeitung des UNESCO Antrags; der Antrag wurde mit den Fachbehörden, den Kommunen und Experten abgestimmt, sodass der in deutscher und englischer Sprache eingereichte Antrag die Auffassung aller Beteiligten widerspiegelte.

Der Antrag war erfolgreich, das Biosphärenreservat wurde 2009 ausgewiesen. Mittlerweile wurde eine erste Evaluation durchgeführt.