Laufenburg - Zwei Länder, eine Stadt

Stadtentwicklung beider Laufenburg

Auftraggeber
Stadt Laufenburg/Baden, Stadt Laufenburg/CH

Projektzeitraum
1998 - 2000

Projektpartner
Stadt Laufenburg/Baden, Stadt Laufenburg/CH

Fläche
3500 ha

Bearbeitet durch
Hage

Schwerpunkte:

  • INTERREG III: Konzipierung, Koordination, Moderation und Unterstützung des Stadtentwicklungsprozesses
     
  • Konzipierung und Koordination des INTERREG Projektes
  • Vorbereitung und Durchführung von Sitzungen der Projektsteuerungsgruppe
  • Vorbereitung und Durchführung einer Auftaktveranstaltung
  • Durchführung eines Bewerbungsverfahrens der Arbeitsgruppenmitglieder
  • Organisation, Moderation und Beratung der Arbeitsgruppen
  • Begleitung der Arbeitsgruppen durch fachliche Inputs sowie Nachbereitung der Sitzungen
  • Zusammenfassung der Ergebnisse
  • Vorbereitung und Durchführung eines Abschlußfestes
     
  • Das Kulturfest war der krönende Abschluss des Entwicklungsprozesses über den Rhein hinweg. Eine Besonderheit des Projektes war der Bewerbungs- und Auswahlprozess der Arbeitsgruppenmitglieder sowie die Finanzierung der Arbeitsgruppen.

Der Ausgangspunkt: Im Projekt Strukturmodell Hochrhein wurden grenzübergreifende Leitvorstellungen für eine nachhaltige Entwicklung am Hochrhein zwischen Zurzach und Wehr erarbeitet. Das Projekt wurde als ‚Motor‘ für die Intensivierung der grenzüberschreitenden Kommunikation und Kooperation genutzt. Aus verschiedenen Aktionen in der Öffentlichkeit und Behördenorientierungen sind eine Reihe von ähnlichen Initiativen und Projekten entstanden.

Stadtentwicklung beider Laufenburg: Seit 200 Jahren leben die Einwohner von Laufenburg, hüben und drüben - getrennt und verbunden durch den Rhein- , in einer geteilten Stadt. Aus dem Nebeneinander früherer Jahrzehnte wurde im Zuge der  Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt immer mehr ein Miteinander. Die Überzeugung wächst, dass viele anstehende Aufgaben grenzüberschreitend effizienter angepackt werden können, und dass eine Stadt mit einer gemeinsamen Identität für die Zukunft eine bessere Lebensqualität verspricht.

Bei den in Laufenburg gegebenen Voraussetzungen galt es bestehende Strukturen in Politik, Behörden, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur sowie die Einwohner über den Rhein hinweg zu vernetzen und im Rahmen von Arbeitsgruppen miteinander ins Gespräch zu bringen. Durch geeignete Koordination und Moderation ließen sich gemeinsame Vorstellungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung entwickeln. Sie sind in der Form eines Leitbildes festgehalten. Aus dem Leitbild wurden gemeinschaftliche Aktivitäten und Maßnahmen abgeleitet und angegangen. Von einer gemeinsamen Landschaftsplanung bis zu einem gemeinsamen Stadtführer waren der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Grundlegende Zielsetzung der Maßnahmen ist die gemeinsame Identität: Laufenburg, eine Stadt, ein Lebens- und Kulturraum in zwei Ländern.

Die Herangehensweise: Die im Rahmen des Projektes zu vernetzenden Strukturen sind so angelegt, dass sie übersichtlich und flexibel sind und über den Zeitraum des Projektes hinaus langfristig Bestand haben. Nachdem die erste Phase der Erstellung eines Leitbilds galt, wurden in der zweiten Projektphase konkrete Projekte entwickelt und angegangen. Das Projekt endete mit einem großen Kulturfest.

Mehr als drei Jahre trafen sich die fünf Arbeitsgruppen -„Verwaltung + Dienste“, „Wirtschaft, Gewerbe + Handel“, „Stadtplanung + Verkehr“, „Kultur + Vereinsleben“ und „Freizeit + Tourismus“- regelmäßig zu Sitzungen Zunächst stützten sich die Gruppen auf die in der Auftaktveranstaltung formulierten Anregungen und Ideen für eine gemeinsame Stadtentwicklung. Anschließend wurde dieser noch „rohe“ Maßnahmenkatalog entsprechend der Leitbilder und Ziele der einzelnen Gruppen konkretisiert und weiterbearbeitet. Sämtliche Gruppen konnten nach diesem Jahr teilweise intensiver Zusammenarbeit vielfältige Ergebnisse vorweisen.

Ziel des Projektes war es, dauerhaft zu Dialogstrukturen zwischen den beiden Städten zu gelangen. Insbesondere in den Bereichen Kultur- und Vereinsleben, Freizeit und Tourismus sowie auch im Bereich der Stadtplanung ist dies gut gelungen. Eine Vielzahl an Maßnahmen konnte angegangen und umgesetzt werden.